25 Jahre Erhaltet-den-Hawerkamp-Festival. Ein Vierteljahrhundert kontrollierter Wahnsinn zwischen Beton, Bierlachen und Bassdröhnen. Während andere Städte ihre Kulturzentren längst in Eigentumswohnungen, Sushi-Bars oder sterile Coworking-Höllen verwandelt haben, hält der Hawerkamp in Münster weiter die Stellung wie ein rauchender Panzer im Kulturkrieg. Und am Mittwoch vor Fronleichnam, dem 3. Juni 2026, wird das Gelände wieder zur offiziellen Hauptstadt des gepflegten Kontrollverlusts.
Carsten Peters vom Trägerverein Hawerkamp 31 e.V. bringt es diplomatisch auf den Punkt: Das Festival bilde die Vielfalt des Geländes ab und unterstütze den Erhalt des selbstverwalteten Projekts. Übersetzt heißt das: Jeder gekaufte Eintritt ist Munition gegen die langsame Sterilisierung der Stadtkultur.
Ab 19:30 Uhr öffnen sich die Tore zum schönsten Paralleluniversum der Stadt. In der Sputnikhalle wartet zwischen 21:00 und 23:30 Uhr ein Programm, das klingt wie eine fiebrige Vision nach drei Tagen ohne Schlaf: „Uwe against the machine“, die WERKSCHAU von Egbert Lütke Fahle mit Arbeiten von 1984 bis 2026, Open Stage mit Bands direkt aus der Hawerkamp-Unterwelt, DJs aus den eigenen Reihen und natürlich ein Live-Gig von No Talent Necessary plus geheim gehaltenem Special Guest. Und wer den Hawerkamp kennt, weiß: Das eigentliche Programm passiert sowieso zwischen den Clubs, hinter den Rauchschwaden und irgendwo auf dem Gelände zwischen Euphorie und Kontrollverlust.
Für 13 Euro im Vorverkauf bekommt man Zugang zu diesem kulturgewordenen Fiebertraum. 15 Euro an der Abendkasse, falls man vorher noch dachte, man hätte etwas Besseres vor. Vorverkauf beim AStA der Universität an der Scharnhorststraße 48 oder online über localticketing.de.
Kommt früh. Trinkt langsam. Verliert euch nicht komplett. Der Hawerkamp braucht euch lebendig – wenigstens bis Sonnenaufgang. Paar Bilder vom letzten Mal und Uwe Against-TheMachine häng ich zum Vorfreuen schonmal an… 










