Fast schon eine Woche vorbei seit dem Bergfest. Genug Zeit, um den Kater zu verdrängen, aber nicht genug, um die Bilder aus dem Kopf zu bekommen. Diese seltsame, wunderschöne Symphonie aus Bier, Skateboards und Lärm lockte wieder Tausende an die Monsterbowl von Berg Fidel – als hätte irgendjemand beschlossen, Vernunft für einen Tag komplett abzuschaffen.
Mitten in diesem kontrollierten Chaos standen Dogs Out aus Köln auf der Bühne. DIY-Hardcore in seiner rohesten Form: eine aggressive Mischung aus Hardcore Punk und Powerviolence, die klang wie ein Faustschlag gegen die Schläfe einer ohnehin schon überforderten Gesellschaft. Neun Songs lang wurde geprügelt, gebrüllt und geschwitzt. Danach verlangte die Meute lautstark nach mehr – und bekam ihre Zugabe. Vor der Bühne wurde getanzt, gepogt und mitgegrölt, als hinge das Schicksal der Republik davon ab. Für einen kurzen Moment war die Welt genau dort, wo sie hingehörte: laut, chaotisch und verdammt lebendig 

