Regen. Immer wieder dieser verdammte Regen – ein schleichender Feind, der dich bei 4 Grad Celsius und einem eisigen Wind von vorne ins Mark trifft. Münster, dieses gnadenlose Biest, das wir kennen und niemals lieben werden. Aber verdammt, der Durst war echt, der Drang unaufhaltsam. Also rauf aufs Fahrrad und rein in die Heile Welt, diesen magischen Mikrokosmos der Nächte, wo Bier, Musik und Schweiß eine heilige Dreieinigkeit bilden.
Es war Wally, dieser Tausendsassa, der lockte – ein Mann, dessen Name schon wie ein Versprechen klang. Er brachte Verstärkung mit: Marc am Schlagzeug, Jozsi Lak Guitars am Bass und er selbst an der Gitarre. Wally, der Frontmann, ein singender, springender Prediger der Nacht. Die Erwartungen lagen in der Luft wie schwerer Tabakrauch, und der Laden war voll bis unter die Decke.
Dann ging es los. Keine Vorwarnung, keine Zeit für halbe Sachen. Song für Song, Hit für Hit – meist eigenes Zeug, aber auch Covers von Stoppok und Westernhagen, diese Hymnen für Seelen mit leichtem Hang zum Exzess. Das Publikum? Guter Dinge und schwer am Trinken. Die Zapfhähne glühten, ein nie endender Fluss aus Gerstensaft. Die Jungs hinter der Bar? Helden in der Schlacht, die ihre Runden routiniert und stoisch drehten.
Wally und seine Crew spielten, als hinge ihr Leben davon ab – oder vielleicht nur ihr nächstes Freibier. Und verdammt, es war großartig. Kein Gig, sondern ein Meilenstein, ein verrauchtes Kapitel in der Vorweihnachtsgeschichte der Heile Welt.
Aber natürlich musste die verdammte Uhr alles kaputtmachen. Nach 22 Uhr war Schluss. Die Zugabe? Von der Nachbarspolizei im Keim erstickt. Teamfoto? Vergiss es. Aber niemand ging enttäuscht nach Hause. Es war einer dieser Abende, die dich leise, aber bestimmt daran erinnern, warum du dich überhaupt in diesen Wahnsinn stürzt 😘😎🍺
Und die gute Nachricht? Wally kommt wieder – nächstes Jahr im November. Bis dahin könnt ihr euch aufwärmen. Der Regen wird euch nicht retten -> WALLY LIVE HEILE WELT2025