Der Abend in der Baracke zu Münster begann mit einem soliden Tritt gegen die Tür der Vernunft: Abk auf der Bühne, Deutschpunk im Rohzustand, und Frontmann Felix – der Mann, der später am Abend auch noch Geburtstag feiern sollte. (Alles Gute nochmal – möge dein Kater gnädig sein.)
Vom ersten Akkord an war klar: Das hier wird keine zivilisierte Veranstaltung. Los ging’s mit Fussgängerzone, weiter über Seh ich so aus bis zum mittlerweile ehrwürdig gealterten Einkaufszentrum – Songs wie vertraute Kneipenfreunde, die man seit Jahren kennt und trotzdem immer wieder gerne sieht.
Vor Erdbeerfeld dann der Moment, in dem Punk und Gastronomie eine gefährliche Allianz eingingen: freier Schnaps im Schokopintchen. Das Publikum nahm diese diplomatische Geste dankbar an – und verwandelte die Baracke endgültig in ein schwankendes Biotop aus Bier, Lärm und guter Laune.
Drei Songs vor Schluss wurden schon Zugaben gefordert, als hätte jemand die Uhr manipuliert. Die Band lieferte natürlich ab. Wie immer: ein grundsolider Auftritt von A.B.K., unterstützt von einer Trompete, die dem ganzen Krach eine wunderbar schiefe Krone aufsetzte. Punkrock mit Blech – und genau richtig, um diesen Solikult für SARAH Seenotrettungi-Abend für die SARaH Seenotrettung ins Rollen zu bringen… 

