Es gibt Abende, die schleichen sich still in die Erinnerung. Und es gibt Abende wie diesen letzten Samstag in der Baracke Münster – die treten die Tür ein, werfen den Kühlschrank um und hinterlassen Brandspuren im Nervensystem. Das Desiree Festival, organisiert von Urban Concerts Presents und den Charity-Buddys Rheine, war kein gewöhnliches Konzert. Es war ein Abend für den guten Zweck, für Zusammenhalt, für Desiree – und für die heilige Gewalt ehrlicher Livemusik.
Als letzte Band des Abends stürmten Sivet die Bühne. 2024 in Österreich gegründet, aber klanglich bereits wie eine Maschine mit jahrzehntelangem Groll im Motor. Dumpfe Härte traf auf melodische Atmosphäre, als hätte man einen Presslufthammer mit Herzschmerz programmiert.
Vom ersten Brett „Metalcore“ an war klar: Hier wird nichts verwaltet, hier wird abgerissen. Danach „Slide“, „Midriff“, „Pantera“ – jeder Song ein neuer Einschlag, jede Pause nur dazu da, Luft zu holen für die nächste Explosion. Mit „Shove It“ kam dann der finale Tritt gegen alles, was noch stand.
Doch dieser Abend gehörte nicht nur einer Band. Er gehörte allen: Death by Monkeys, Goodbye,old me, Øceanfire. und Sivet. Vier Kapellen, vier verschiedene Arten, Mauern einzureißen.
Und vor allem gehörte er euch – allen Gästen, Freunden, Unterstützern und Wahnsinnigen aus Münster und dem ganzen Umland, die gekommen sind, bezahlt haben, getanzt haben und gezeigt haben, dass Solidarität auch laut, schwitzig und wunderschön sein kann.
Danke an Urban Concerts Present, danke an Charity Buddy Rheine, danke an alle Bands und danke an jeden einzelnen Menschen vor der Bühne. Das war groß. Das war richtig. Das war verdammt notwendig… 😘🥰😎